Welcome to Business – die TopTen Knigge-Tipps für einen gelungenen Berufsstart

Warum Knigge? Warum Business-Knigge?

Stellten sich die Menschen Ende des 18. Jahrhunderts auch diese Fragen als Knigges Werk erschien? Was steckt dahinter? Genau wie damals suchen auch heute viele Menschen nach Orientierung und Sicherheit im Umgang miteinander – gerade in unbekannten Situationen. Der Einstieg in die Ausbildung, in die Berufswelt (= Business) ist für junge Menschen oft eine unbekannte Situation. Unternehmen stellen fest, dass diese Benimm-Spielregeln immer weniger bekannt sind.

Wer also von Anfang an punkten will: Hier sind die TopTen Knigge-Tipps – nice to know für die Generation Y & Z. 

  1. Wer begrüßt wen? Achten Sie bei der Begrüßung auf die richtige Reihenfolge. Zuerst wird die ranghöchste Person begrüßt, auch wenn eine Dame anwesend ist und auch wenn ältere Personen anwesend sind. Verzichten Sie auf "angenehm" – sagen Sie "Ich freue mich, Sie kennenzulernen".
  2. Welche Anrede? Klare Botschaft: mit „Sie“ sind Sie auf der sicheren Seite. Duzen Sie nicht vorschnell. Das "Du" wird immer vom Ranghöheren angeboten. Wie spreche ich Personen mit Doppelnamen an? Natürlich mit Doppelnamen – dieser wurde ja bewusst gewählt. Es wäre respektlos einen Namen wegzulassen.
  3. Gehört der akademische Titel dazu? Falls Ihr Gesprächspartner einen akademischen Titel führt, sprechen Sie diesen auch damit an. In Deutschland werden nur Träger eines Doktor- oder Professorentitels auch mit diesem angesprochen. Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. - wie soll man da noch wissen, wie die betreffende Person anzusprechen ist? Verwenden Sie den höchsten Titel – in diesem Fall „Professor“. Weglassen können Sie den Titel, wenn Ihr Gesprächspartner es ausdrücklich anbietet.
  4. Wie verhalten Sie sich beim Empfang von Gästen? Besucht Sie ein Kunde oder ein potenzieller Geschäftspartner, lassen Sie diesen nicht alleine durchs Haus irren. Nehmen Sie Ihre Gäste in Empfang und führen Sie diese zum Ort des Treffens. Begleiten Sie diese auch zur Tür nach Beendigung des Treffens.
  5. Wer geht zuerst durch die Tür? Immer der Ranghöhere. Und bitte beachten: der Kunde ist für ein Unternehmen der Ranghöhere – auch für die Geschäftsführung.
  6. Smalltalk? Wer kann gut „smalltalken“? Positiv heißt die Devise. Beim lockeren Gespräch geht es nicht um tiefgründige Inhalte, sondern darum, einander kennenzulernen, Gemeinsamkeiten zu entdecken und die Basis für eine gute Beziehung zu legen. Das schaffen Sie nicht, wenn Sie nörgeln oder genervt alles schlecht machen. Vermeiden Sie auch Themen, die zu Differenzen führen könnten, wie beispielsweise Politik, Geld sowie persönliche und private Probleme. Gute Themen sind Essen, Wetter, Anreise und Sport.
  7. Distanzzonen sind wichtig in Gesprächen. Selbst, wenn Sie im privaten Umfeld Ihre Gespräche aus nächster Nähe führen oder Ihr Gegenüber dabei berühren, sollten Sie beruflich davon Abstand nehmen und die Distanzzonen beachten. Die meisten Menschen empfinden es als unangenehm, wenn ihnen eine Person, die sie nicht gut kennen, zu nahe kommt.
  8. Just be polite - bleiben Sie immer höflich. Selbst in Stresssituationen sollten Sie ruhig bleiben. Zugegeben, in vielen Situationen stellt das eine richtige Herausforderung dar. Bleiben Sie ruhig und souverän – hören Sie sich den Standpunkt Ihres Gesprächspartners an.
  9. Pünktlichkeit ist eine Tugend. Ob Arbeitsbeginn, Meetings oder bei Veranstaltungen: seien Sie pünktlich. Wurde eine bestimmte Zeit für ein Meeting vereinbart, bedeutet das, möglichst fünf Minuten vorher im Raum zu sein. Es ist unhöflich, Ihre Kollegen warten zu lassen. Zeigen Sie professionelles und kompetentes Verhalten.
  10. „Chatiquette“ bei E-Mails. Bewahren Sie auch in einer E-Mail die Höflichkeitsform. Steigen Sie nicht vorschnell auf das "Hallo" um, sondern bleiben Sie bei "Guten Tag Herr/Frau" oder „Sehr geehrte/r Frau/Herr“. Verzichten Sie auf Abkürzungen wie „Mfg“.

Autor: Steffen Dörfler von GOLD Unternehmensentwicklung GmbH